Höhere Berufsfachschule für Sozialassistenz

Menschen begleiten, stärken und ihnen im Alltag zur Seite stehen – Sozialassistenz ist ein Berufsfeld mit Herz und Haltung. Die zweijährige Ausbildung an der Saalburgschule führt Sie zu einem staatlich anerkannten schulischen Berufsabschluss und eröffnet Ihnen reale Arbeits- und Bildungswege im sozialen, medizinischen und pflegerischen Bereich. In kleinen Klassen, mit intensiver Begleitung und starken Praxispartnerinnen und -partnern der Region schaffen wir ein Lernumfeld, das fachlich fundiert und menschlich zugewandt ist.

Ziele, Abschluss und Anerkennung als Fachkraft

Die HBFS Sozialassistenz vermittelt Ihnen die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, um in sozialpädagogischen und sozialpflegerischen Institutionen nach Anweisung und in begrenztem Umfang verantwortlich tätig zu sein. Mit der erfolgreichen Abschlussprüfung führen Sie die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfte Sozialassistentin“ bzw. „Staatlich geprüfter Sozialassistent“.

Dieser Abschluss qualifiziert Sie in vielen Einrichtungen als Fachkraft zur Mitarbeit – etwa in Kindertagesstätten, Wohneinrichtungen, Tagesförderstätten, Sozialstationen oder pflegerischen Settings. Die Tätigkeit ist auf mitarbeitende, anleitungsbezogene Aufgaben ausgelegt; Leitungs- und vollverantwortliche Fachaufgaben bleiben höherqualifizierten Berufsabschlüssen vorbehalten.

Daher empfehlen wir – auch im Sinne Ihrer langfristigen Perspektiven und Vergütung – im Anschluss den nächsten Qualifikationsschritt, gerne an der Saalburgschule, z. B. die Fachschule für Sozialpädagogik (Erzieherin/Erzieher) oder die Fachschule für Heilerziehungspflege. Gleichwohl ist der direkte Berufseinstieg als „Fachkraft zur Mitarbeit“ möglich und wird im Praxisfeld geschätzt. 

Dauer, Aufbau und Inhalte

Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Im ersten Ausbildungsjahr liegt der Schwerpunkt auf der fachtheoretischen und fachpraktischen Grundbildung in der Schule; hinzu kommen zwei verpflichtende Praktika von jeweils 120 Zeitstunden – eines im sozialpädagogischen, eines im sozialpflegerischen Arbeitsfeld.

Im zweiten Jahr entscheiden Sie sich für einen Schwerpunkt (Sozialpädagogik oder Sozialpflege) und lernen im wöchentlichen Wechsel an drei Tagen in Ihrer Praxisstelle und an zwei Tagen in der Schule. Unterrichtsinhalte sind durchgehend praxisbezogen und bereiten systematisch auf die schriftliche, praktische und mündliche Abschlussprüfung vor.

Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis, Exkursionen, Projekttage, erlebnispädagogische Elemente, eine Einführungswoche sowie spannende Veranstaltungen (z.B unsere jährliche Trägermesse oder Fachvorträge von Expertinnen und Experten) prägen das Lernen an der Saalburgschule.

Fachhochschulreife

Sie können auf freiwilliger Basis den Zusatzunterricht besuchen und am Ende des zweiten Ausbildungsjahres schulische Zusatzprüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik, und Englisch ablegen. Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie die schulische Fachhochschulreife. Um die Fachhochschulreife vollumfänglich zu erlangen (Studierfähigkeit an Hochschulen für angewandte Wissenschaften), ist zusätzlich ein Praxisnachweis erforderlich – in der Regel eine ausreichende berufliche Tätigkeit, beispielsweise ein sechsmonatiges Vollzeitpraktikum in einem einschlägigen Feld. Damit verbindet die HBFS den staatlichen Berufsabschluss mit einer hochschulischen Anschlussoption: Sie sichern sich sowohl unmittelbare Beschäftigungsfähigkeit als auch die Möglichkeit eines Studiums an einer Fachhochschule. Die konkreten organisatorischen Abläufe (Stundentafel des Zusatzunterrichts, Prüfungsmodalitäten, Fristen und Formblätter) erhalten Sie zu Beginn der Ausbildung; wir beraten Sie individuell auf Ihrem Weg zur Fachhochschulreife.

Zugangsvoraussetzungen

Die Aufnahme setzt einen mittleren Bildungsabschluss voraus; es gelten Noten- und Alterskriterien sowie feste Bewerbungsfristen. Ihre Bewerbung reichen Sie in der Regel bis zum 30. April über die abgebende Schule ein; beizufügen sind ein tabellarischer Lebenslauf, eine beglaubigte Kopie des letzten Zeugnisses und ein Lichtbild (bei Minderjährigen zusätzlich die Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten). Über Ausnahmen im Einzelfall entscheidet die Schulleitung.

Zugangsweg

Notenanforderung in Deutsch, Mathematik, Englisch

Altersgrenze und Hinweise

Versetzung in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe

Mindestens „befriedigend“ in zwei der drei Fächer; keines schlechter als „ausreichend“

Aufnahme bis zum 30. April nur, wenn das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet ist (Ausnahmen durch die Schulleitung möglich)

Mittlerer Abschluss (Realschulabschluss)

Mindestens „befriedigend“ in zwei der drei Fächer; keines schlechter als „ausreichend“

s. o.; Bewerbung mit beglaubigter Zeugniskopie, Lebenslauf und Lichtbild

Abschluss einer zweijährigen Berufsfachschule

Mindestens „befriedigend“ in zwei der drei Fächer; keines schlechter als „ausreichend“

s. o.

Zeugnis der Fachschulreife

Mindestens „befriedigend“ in zwei der drei Fächer; keines schlechter als „ausreichend“

s. o.

Ein gleichwertig anerkanntes Zeugnis

Entsprechend den oben genannten Notenanforderungen

Über die Gleichwertigkeit entscheidet das Staatliche Schulamt

Bei Nichterfüllung der Notenvoraussetzungen

Teilnahme an einem Auswahlverfahren möglich

Entscheidung im Rahmen der verfügbaren Plätze

Optionen nach dem Abschluss

Der Berufsabschluss eröffnet Ihnen sowohl direkte Berufsperspektiven als auch attraktive Weiterqualifizierungen bis hin zum Studium (über die Fachhochschulreife).

Option

Dauer/Hinweis

Ziel/Abschluss

Direkter Berufseinstieg als „Fachkraft zur Mitarbeit“

Sofort nach Abschluss möglich; Einsatz z. B. in Kitas, Tagesförderstätten, Wohneinrichtungen, Sozialstationen

Mitarbeitende Fachkraft (begrenzte Verantwortung, Anleitung durch Vollfachkräfte)

Fachschule für Sozialpädagogik (Erzieherin/Erzieher)

Aufbauend auf HBFS; staatlich anerkannte Ausbildung

Staatlich anerkannte Erzieherin/Staatlich anerkannter Erzieher

Fachschule für Heilerziehungspflege

Aufbauend auf HBFS

Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin/Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger

Fachoberschule Form B, Schwerpunkt Sozialwesen

In der Regel 1 Jahr (bei entsprechenden Noten)

Fachhochschulreife (Studierfähigkeit an Hochschulen für angewandte Wissenschaften)

Weitere soziale/medizinische/pflegerische Ausbildungen

Im Anschluss an HBFS möglich

z. B. Gesundheitspflegerin/Gesundheitspfleger, Altenpflegerin/Altenpfleger, Logopädin/Logopäde, Physiotherapeutin/Physiotherapeut, Ergotherapeutin/Ergotherapeut

Studium an allen Fachhochschulen in Hessen

HBFS Abschluss mit FH-Reife

Bachelor und Masterabschlüsse

Warum Saalburgschule?

Was uns auszeichnet, ist die Verbindung aus Nähe, Qualität und Praxis: kleine Klassen mit viel Raum für individuelles Lernen; eine intensive Begleitung durch engagierte Lehrkräfte; verlässliche Kooperationsbeziehungen zu sozialpädagogischen und sozialpflegerischen Einrichtungen; moderne Lernumgebungen; und eine Schulkultur, die Erleben, Forschen und Verantwortungsübernahme in den Mittelpunkt stellt. So gelingt der Übergang in weiterführende Fachschulen, in die Fachoberschule, mit FH-Abschluss in ein Studium oder – als „Fachkraft zur Mitarbeit“ – in die Praxis.
Kontakt

Ansprechpartner

Ihr Kontakt für die Höhere Berufsfachschule Sozialassistenz ist Herr StD Merten Wirth.

Saalburgschule Usingen
Berufliche Schulen des Hochtaunuskreises
Wilhelm-Martin-Dienstbach-Straße 22
61250 Usingen

Telefon: 06081 1021-0
E-Mail: poststelle6320@schule.hessen.de