INTEA  - Integration durch Anschluss und Abschluss an der Saalburgschule Usingen

Deutsch lernen, im Alltag ankommen, berufliche Perspektiven eröffnen: InteA ist der Weg für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, um in Hessen sprachlich, schulisch und beruflich Fuß zu fassen. An der Saalburgschule verbinden wir intensiven Sprachunterricht mit praxisnaher Berufsorientierung und verlässlicher sozialpädagogischer Begleitung. Mehrere Kolleginnen und Kollegen verfügen über die Prüferinnen- und Prüferqualifikation für anerkannte Sprachzertifikate (u. a. DSD I Pro); wir bieten binnendifferenzierte Klassen nach Sprachniveau in einem durchlässigen Kurssystem. Gemeinsam mit unserer Sozialpädagogin bzw. unserem Sozialpädagogen setzen wir ein etabliertes, funktionales und ganzheitliches InteA-Konzept um – von der Aufnahme über die Begleitung im Schulalltag bis zum Anschluss in Ausbildung oder einen weiterführenden Bildungsgang.

Ziele und Abschlüsse

InteA richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die zunächst grundlegende Deutschkenntnisse benötigen, um in Ausbildung, Arbeit oder einen anderen Bildungsgang zu wechseln. Der Fokus liegt auf dem Erwerb der Bildungssprache Deutsch in enger Verbindung mit handlungsorientiertem Fachsprachenerwerb. Unser Ziel ist, Sie auf das Sprachniveau B1 (Deutsches Sprachdiplom DSD I Pro) zu führen und Ihnen flexible Übergänge zu eröffnen – etwa in Ausbildung, Berufsfachschule, Berufsvorbereitung oder die Fachoberschule.

Je nach Lernverlauf und Beratungsprozess ist zusätzlich die Teilnahme an externen Prüfungen möglich (z. B. Nichtschülerprüfung zum Erwerb des Hauptschulabschlusses bzw. qualifizierenden Hauptschulabschlusses). InteA dauert in der Regel bis zu zwei Jahre und umfasst an der Saalburgschule im Regelfall 28 Wochenstunden.

Aufnahme und Zugang

Die Aufnahme in InteA erfolgt in Hessen über die Aufnahme- und Beratungszentren (ABZ) der beruflichen Schulen. Zentrale Zielgruppe sind Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger im Alter von 16 bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Geflüchtete junge Erwachsene können – im Rahmen des Hessischen Aktionsplans – bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres aufgenommen werden. Entscheidend ist das Eintrittsalter in die Maßnahme. 

Weitere Infos

Eine parallele Teilnahme an einer weiteren Sprachfördermaßnahme des Landes Hessen ist nicht zulässig. Aufnahmen sind – abhängig von verfügbaren Plätzen – über das gesamte Schuljahr hinweg möglich. Bei noch nicht zugewiesenen geflüchteten Jugendlichen beginnt die Beschulung erst nach Zuweisung zu einer Gebietskörperschaft.

Zugangsvoraussetzungen InteA (Hessen, Überblick)

Kriterium

Regelung

Zielgruppe

Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger ohne bzw. mit geringen Deutschkenntnissen

Alter

In der Regel 16 bis unter 18 Jahre; Geflüchtete 18 bis unter 21 Jahre (Aktionsplan Hessen)

Verfahren

Anmeldung ausschließlich über das zuständige Aufnahme- und Beratungszentrum (ABZ)

Wohnsitz/Zuordnung

Beschulung nach Zuweisung in eine Gebietskörperschaft; Schulort nach Wohnsitzmeldung

Dauer

Bis zu 24 Monate (individuell verkürz- oder verlängerbar innerhalb der rechtlichen Rahmen)

Umfang

In der Regel 28 Wochenstunden (davon 12–16 Stunden Deutsch als Zweitsprache)

Parallelförderung

Keine gleichzeitige Teilnahme an anderen Landes-Sprachfördermaßnahmen

Einstieg

Laufender Einstieg möglich, vorbehaltlich freier Plätze

Unterlagen

Ausweis/Identitätsnachweis, Meldebescheinigung/Zuweisung, ggf. Schul- und Ausbildungsnachweise, Impf- und Gesundheitsnachweise nach Schulrecht

Besonderheit

Eintrittsalter zählt; individuelle Einstufung in binnendifferenzierte Kurse nach Sprachniveau

Aufbau, Unterricht und Begleitung

Der Unterricht verbindet Deutsch als Zweitsprache (12–16 Wochenstunden) mit fachsprachlichen und allgemeinbildenden Anteilen. In Projekten und Modulen lernen Sie die Sprache dort, wo sie gebraucht wird: im Alltag, in der Schule, in Betrieben und Verwaltungen. Inhalte wie Mathematik und IT, Politik und Gesellschaft, Wertebildung, Sport und Gesundheit sowie berufsorientierende Fachmodule (z. B. Wirtschaft und Verwaltung, Gesundheit und Soziales, Technik/IT) ergänzen den Sprachaufbau. Unser Kursdesign ist durchlässig: Wir arbeiten binnendifferenziert nach Sprachniveau (A0/A1, A2, B1) und ermöglichen Kurswechsel, wenn Sie schneller vorankommen oder mehr Zeit benötigen. Sprachprüfungen bereiten wir systematisch vor; dank zertifizierter Prüferinnen und Prüfer an der Schule können wir Sprachprüfungen wie das DSD I Pro zuverlässig anbieten und begleiten.

Die sozialpädagogische Betreuung ist ein Kernstück des Programms. Sie unterstützten Sie bei schulischen Themen, in persönlichen Fragen und bei organisatorischen Herausforderungen – von Behördenkontakten über Anerkennung ausländischer Bildungsnachweise bis zur Bewerbung für Praktika und Ausbildungsplätze. Gemeinsam mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit und unseren Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartnern entwickeln wir Ihren individuellen Anschlussweg. Praktika zur beruflichen Orientierung sind fester Bestandteil des Konzepts und werden sorgfältig vorbereitet und ausgewertet. Unser Anspruch ist, Unterricht verlässlich zu organisieren, Fehlzeiten und Ausfälle gering zu halten und Lernzeit wirksam zu nutzen.

Ablauf der Maßnahme (vereinfacht)

Phase

Zeitfenster

Schwerpunkte

Prüfungen/Übergänge

Aufnahme & Diagnostik

Laufender Einstieg (Woche 1–2)

Sprachstandserhebung, Orientierung, Kurszuweisung (binnendifferenziert), Kennenlernen Schule/Regeln

Individueller Lernplan, Terminierung Zwischenstandsdiagnostik

Sprachaufbau A0/A1

ca. 0–6 Monate

Grundlegende Kommunikation (Alltag/Schule), Alphabetisierung falls nötig, Wortschatzaufbau, Lernstrategien

Interne Lernstandsmessung, ggf. Kurswechsel

Vertiefung A2

ca. 6–12 Monate

Bildungssprache (Lesen/Schreiben), Fachsprache (Berufsfelder), Bewerbungstraining, digitales Arbeiten

Interne Prüfungen/Mock-Tests, Praktikumsvorbereitung

Abschluss B1

ca. 12–24 Monate

Prüfungsvorbereitung DSD I Pro (B1), berufsorientierende Projekte/Praktika, Anschlussberatung

DSD I Pro, optional Nichtschülerprüfung HSA/qual. HSA, Übergang in Ausbildung/Bildungsgang

Berufsorientierung und Netzwerke

Berufsorientierung geschieht bei uns im Team: Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und die Berufsberatung der Agentur für Arbeit begleiten Sie auf dem Weg zur passenden Anschlusslösung. Durch Informationsmodule zu Bildungssystem und Arbeitsmarkt, Einblicke in Berufe und Zugangsvoraussetzungen, Unterstützung bei Praktikums- und Ausbildungsplatzsuche sowie Bewerbungstrainings schaffen wir Klarheit und Perspektiven. Unsere Kooperationen mit Trägern, Betrieben, Kammern und Beratungsstellen vor Ort erleichtern den Einstieg und stellen sicher, dass Praktika sinnvoll, sicher und lernwirksam sind.

Besonderheiten der Saalburgschule

Was InteA an der Saalburgschule auszeichnet, ist die Kombination aus Qualität, Verlässlichkeit und Nähe: zertifizierte Prüferinnen und Prüfer für Sprachzertifikate und eine systematische Prüfungsvorbereitung, binnendifferenzierte Klassen nach Sprachniveau in einem durchlässigen Kurssystem, ein eingespieltes sozialpädagogisches Team mit klaren Abläufen, verlässliche Stundenpläne mit geringem Unterrichtsausfall sowie eine enge Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartnern in der Region. So wird aus Sprachförderung ein tragfähiger Schlüssel – für schulischen Erfolg, berufliche Chancen und gesellschaftliche Teilhabe.

Kontakt

Ansprechpartner

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns.

 

Hinweis: Die beschriebenen Altersgrenzen, Abläufe und Prüfungen orientieren sich an den hessischen InteA-Regelungen. Die Aufnahme ist abhängig von freien Plätzen und erfolgt über das zuständige ABZ. Die Teilnahme an einer weiteren Landes-Sprachfördermaßnahme parallel zu InteA ist nicht möglich

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