Neues Modulgebäude der Saalburgschule offiziell eingeweiht

Neues Modulgebäude der Saalburgschule offiziell eingeweiht

Die Saalburgschule, so steht es auf ihrer Homepage, versteht sich als ein Ort des Lernens und der persönlichen Weiterentwicklung. Junge Menschen sollen auf ihrem Weg zu verantwortungsbewussten, selbständig handelnden und leistungsbereiten Persönlichkeiten begleitet werden. „Das ist eine pädagogische Aufgabe, die für unsere Gesellschaft von größter Bedeutung ist“, ist Landrat Ulrich Krebs überzeugt. Umso wichtiger sei es, den Schülerinnen und Schülern und selbstverständlich auch den Lehrkräften der Beruflichen Schule die bestmöglichen Unterrichtsbedingungen dafür zur Verfügung zu stellen. Mit der Einweihung des neuen Modulgebäudes der Schule am Samstag, 7. Februar, zeigt der Hochtaunuskreis als Schulträger, dass er diesen Auftrag ernst nimmt.

„Die Mischung aus Praxiserfahrung sammeln im Ausbildungsberuf und dem Unterricht an einer Beruflichen Schule ist ein Ausbildungskonzept, um das Deutschland weltweit beneidet wird“, betont Landrat Krebs die Bedeutung der Beruflichen Schulen nicht nur im Hochtaunuskreis, sondern in ganz Deutschland. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sei eine gute Ausbildung in einer gut ausgestatteten Schule, die darüber hinaus noch verlässliche soziale Werte und Kompetenzen vermittelt, „eine herausragende Investition in die Zukunft.“   

„Der neue Modulbau, den wir uns mit der Helmut-Schmidt-Schule teilen, bietet uns eine dringend notwendige Erweiterung der Unterrichtsräumlichkeiten. Für die Saalburgschule ein wichtiger Baustein für die Aufrechterhaltung ihres breiten Angebots in der beruflichen Bildung.“ beschreibt der kommissarische Schulleiter der Saalburgschule Roland Olfe die Situation. In Zeiten, wo einerseits Betriebe händeringend Auszubildende suchen und andererseits jungen Menschen häufig die Orientierung für ihren weiteren Weg fehlt, ist es wichtig, dass alle Akteure – Ausbildungsbetriebe, Kammern, Innungen, Politik, Schulen und Schulträger – ihren Beitrag leisten, um Berufsausbildung ansprechend und interessant zu gestalten.

„Für die Stadt Usingen bedeutet das neue Modulgebäude deutlich mehr als eine bloße Erweiterung des Schulgeländes. Es steht sinnbildlich dafür, Bildung zu stärken – und damit nachhaltig in die Zukunft unserer Kinder und unserer Stadt zu investieren. Zeitgemäß gestaltete und funktionale Lernorte bilden eine wichtige Grundlage für erfolgreiches Lernen im Schulalltag. Sie bieten Raum für Austausch, persönliche Entfaltung und ein lebendiges Miteinander“, erklärt Bürgermeister Steffen Wernard und bedankt sich herzlich beim Hochtaunuskreis als Schulträger für diese wichtige Investition, bei der Schulgemeinschaft für ihre Flexibilität und Geduld während der Bauphase sowie bei den baubeteiligten Firmen.

Bei dem barrierefreien Neubau handelt es sich um ein Gebäude mit drei Vollgeschossen und insgesamt 22 Klassenräumen. Während die beiden unteren Geschosse von der Saalburgschule genutzt werden, steht die dritte Etage der benachbarten Helmut-Schmidt-Schule zur Verfügung. Die Geschosse sind so konzipiert, dass die Klassenräume immer an den Außenwänden angeordnet sind. Zwischen Flur und hinteren Klassenräumen befindet sich eine Technikzone, die die notwendigen Räume für Elektroverteilungen, Brandmeldeanlage, Gebäudeleittechnik, Lehrer- und Behinderten-WC, Teeküche sowie Lagerräume aufnimmt. Die Toiletten sind jeweils an den äußeren Treppenhäusern angeordnet. Der Aufzug befindet sich in der Mitte des Gebäudes am Treppenhaus.

Ausgestattet ist das Gebäude mit zwei auf dem Dach platzierten, zentralen Lüftungsanlagen für die Nebenräume und dezentralen Lüftungsanlagen für die Klassenräume, die jeweils in den Räumen selbst untergebracht sind. Für die Beheizung des Gebäudes ist auf dem Dach eine Luftwasserwärmepumpe aufgestellt. Weiterhin gibt es einen Heizverbund mit der über dem Gebäude liegenden Sporthalle. So kann nach Bedarf der Wärmeüberschuss von oben nach unten und umgekehrt geschoben werden. Auf dem Dach ist zudem eine 20-Kilowatt-Photovoltaik-Anlage installiert.

Zusammen mit der Astrid-Lindgren- und der Helmut-Schmidt-Schule bildet die Saalburgschule eine campusähnliche Einheit. Entsprechend ist die Farbgestaltung des neuen Gebäudes an die der Astrid-Lindgren-Schule angelehnt. So wechselt sich auch hier die dunklere Farbe im Erdgeschoss mit einer warmen Messingfarbe auf Höhe der Obergeschosse ab. Im Inneren sind die Treppenhäuser sowie die Technikzonen eher zurückhaltend hellgrau gehalten, wohingegen der Flur zu den Klassenräumen mit einem tiefen Dunkelrot die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Unterbrochen wird die Wand von eichenfarbenen Türen mit anthrazitgrau abgesetzten Zargen. Der Fliesenboden ist dunkelgrau gehalten, die Akustikdecke weiß. Die Klassenräume sind eher schlicht mit einem grüngrauen Linoleumboden, hellen Wänden und einer weißen Akustikdecke gehalten.

Entworfen wurde das Gebäude vom Architekturbüro Leitenbacher Spiegelberger Architekten Innenarchitekten Stadtplaner Partnerschaft mbB aus Traunstein. Die Bauzeit betrug rund zwei Jahre. Insgesamt investiert der Hochtaunuskreis rund 12 Millionen in das Gebäude inklusive Ausstattung.

Info Saalburgschule:

Die Saalburgschule wird von rund 1350 Schülerinnen und Schülern besucht, etwa zwei Drittel nutzen die Teilzeitschulformen, ein Drittel die Vollzeitschulformen. Das Kollegium besteht aus rund 70 Lehrkräften.

Nach neun Schuljahren ohne Abschluss kann in den Bildungsgängen der Berufsvorbereitung in einem Jahr der einfache und der qualifizierende Hauptschulabschluss nachgeholt werden. Nach der Klasse 9 einer Haupt-, Real- oder Gesamtschule mit Hauptschulabschluss kann eine zweijährige Berufsfachschule besucht werden, die dann mit dem Erwerb eines dem mittleren Abschluss gleichwertigen Abschlusses endet.

Ein- und zweijährige Berufsfachschulen, die auf der mittleren Reife aufbauen, eine Fachoberschule mit dem Schwerpunkt Gesundheit, sowie ein berufliches Gymnasium mit den drei Fachrichtungen Wirtschaft, Erziehungswissenschaft und Gesundheit ergänzen das Spektrum.

Die Fachhochschulreife kann in der zweijährigen höheren Berufsfachschule Sozialassistenz erworben werden und der erfolgreiche Besuch der Fachoberschule Gesundheit führt auch zur Fachhochschulreife. Der erfolgreiche Besuch des beruflichen Gymnasiums endet mit der allgemeinen Hochschulreife und berechtigt damit zum Studium an einer Universität oder einer Hochschule.

Gegründet wurde die Saalburgschule unter dem Namen Kreisberufsschule (für den Kreis Usingen) im Jahr 1935. Seit 1978 heißt sie Saalburgschule.

Bildungsgänge:

Berufsschule: Automobilkauffrau/-mann, Einzelhandelskauffrau/-mann, Fachkraft Küche, Fachkraft Gastronomie in den Sparten Restaurantservice, Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie sowie Fachmann/-frau für Systemgastronomie, Hotelfachfrau/-mann, Kaufmann/-frau für Hotelmanagement, Kfz-Mechatroniker/in in den Sparten Personenkraftwagentechnik, System- und Hochvolttechnik, Koch/Köchin, Medizinische/r Fachangestellte/r, Orthopädietechnik-Mechaniker/in, Tischler/in, Verkäufer/in im Einzelhandel, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r.

Allerdings können Fachklassen zu den genannten Ausbildungsberufen nicht angeboten werden, wenn eine Mindestklassengröße nicht zustande kommt.

Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung: Ernährung/Gesundheit/Metall

Zweijährige Berufsfachschule: Ernährung und Hauswirtschaft, Holztechnik, Wirtschaft und Verwaltung, Medizinisch-technische und krankenpflegerische Berufe

Zweijährige höhere Berufsfachschule: Sozialassistenz

Fachschule für Sozialwesen: Fachrichtung Sozialpädagogik

Studienqualifizierende Bildungsgänge

Fachoberschule: Gesundheit

Berufliches Gymnasium: Fachrichtung Gesundheit und Soziales mit den Schwerpunkten Gesundheit und Erziehungswissenschaft (neu) Fachrichtung Wirtschaft

Quelle: Hochtaunuskreis

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